Geschichte 

Geocaching ist eine Art elektronische Schatzsuche oder Schnitzeljagd die in der Nähe der Stadt Portland im US-Budesstaat Oregon im Jahre 2000 ihre Anfänge hat. Genauer gesagt am 3. Mai 2000 vergrub Dave Ulmer an der Position N 45°17"28" / W 122°24'48" den ersten Cache, welcher er in der Newsgroup veröffentlichte und dann später noch am selben Tag als erstes durch Mike Teague gefunden wurde. Drei Tage später erstellte dieser eine private Website auf der er die wachsende Anzahl an Caches und deren Koordinaten sammelte und dokumentierte. Am 30. Mai 2000 wurde das Wort Geocaching zum ersten Mal in einer Newsgroup vorgeschlagen. Am 2. September 2000 teilte Jeremy Irish in dieser Newsgroup mit, dass er unter der Adresse Geocaching.com eine eigene Website zur Auflistung der Caches erstellt hatte. Diese übernahm alle bisherigen Eintragungen von der alten Seite, die Mike Teague aus Zeitgründen nicht weiter aktualisieren konnte.

 

Was ist Geocaching?

Die Verstecke Geocaches oder Caches genannt, werden anhand geographischer Koordinaten im Internet veröffentlicht und können anschliessend mit Hilfe eines GPS-Geräts gesucht werden.

Ein Geocache ist in der Regel ein wasserdichter Behälter, in dem sich ein Logbuch sowie verschiedene Tauschgegenstände befinden. Jeder Besucher trägt sich in das Logbuch ein, um seine erfolgreiche Suche zu dokumentieren. Anschließend wird der Geocache wieder an der Stelle versteckt, an der er zuvor gefunden wurde. Der Fund wird im Internet auf der dazugehörigen Seite vermerkt und gegebenenfalls durch Fotos ergänzt. So können auch andere Personen – insbesondere der Verstecker „Owner“ – die Geschehnisse rund um den Geocache verfolgen.

 

Muggles

Die meisten Caches werden so versteckt oder getarnt , dass sie von Unbeteiligten  nicht gefunden oder wahr genommen werden. Ein Grundsatz gilt beim Cachen, Verstecke geheim zu halten und möglichst unbeobachtet aufzusuchen. Halten man  sich nicht an diese Regeln besteht die Gefahr, dass der Cache von Unbeteiligten beschädigt wird oder sogar absichtlich mitgenommen also entwedet wird. Außenstehende, die Geocaching nicht kennen, werden als Muggles oder Geomuggles bezeichnet. Dieser Begriff stammt aus den Harry-Potter-Büchern, dort wird Muggle als Bezeichnung "Unwissender für Personen ohne magische Abstammung oder Fähigkeiten verwendet. 

 

Verstecke/Varianten 

Das Vergraben von Caches ist aus Rücksicht auf die Natur verpönt und bei Geocaching.com in den Nutzungsbedingungen ausdrücklich verboten. Deswegen werden überwiegend bereits vorhandene natürliche oder künstliche Hohlräume als Versteck verwendet: Kleine Höhlen, Nischen zwischen Felsen oder Baumwurzeln, Mauerritzen, alte Gebäude und so weiter. Um die Gefahr von Zufallsfunden zu mindern und die Suche zu erschweren, sind insbesondere bodennahe Verstecke meist mit Laub, Rinde, Moos, Steinen oder Zweigen getarnt. Besonders raffinierte Verstecke sind unter anderem extra in dafür angefertigten Bohrungen versenkte Filmdosen, beschriftete Magnetfolien, Informationen an Mauern, Felsen, unter Sitzflächen von Parkbänken und in Ritzen von Schautafeln. Auch in ehemaligen Schaltkästen, an Angelsehnen, in Rohrstangen oder unter Wasser können Geocaches deponiert sein. Die

Caches werden mit einem Schwierigkeitsgrad der Wegstrecke und des Geländes Terrain sowie dem Schwierigkeitsgrad der Aufgaben Difficulty bewertet, um den ungefähren Aufwand für die Cachesuche anzudeuten. Es gibt Caches die das Mitbringen von besonderer Ausrüstung verlangen. Es kann sich von der einfachen Taschenlampe bis hin zur Bergsteiger- oder Tauchausrüstung handeln. Gewisse Caches vordern Rätsel- oder Rechenaufgaben zu lösen, Bäume zu erklettern oder Grotten und Höhlen zu erkunden.